Andenken an das Lebenswerk von Karl Delorme

Karl Delorme
Gruppenbild Preisverleihung 2016

Karl Delorme war ein außergewöhnlicher Mann und herausragender Sozialdemokrat. Er prägte Mainz durch den Aufbau von sozialer Struktur nach dem Krieg, der Schaffung von sozialem Wohnraum und der "Erfindung" der Mainzer Johannisnacht und des Open-Ohr-Festivals auf der Zitadelle.

Um das Andenken an ihn und sein Lebenswerk zu bewahren, verlieh die Mainzer SPD an seinem fünften Todestag zum ersten Mal einen Preis für ein besonderes soziales Engagement in Mainz. Angesprochen waren alle Mainzerinnen und Mainzer, um Vorschläge zu machen. Es konnten gesellschaftliche Gruppen, Initiativen, Vereine oder Einzelpersonen vorgeschlagen werden. 

Die erste Verleihung wurde am 12. März 2016 im Foyer des Unterhauses Mainz vorgenommen.  Die Moderation erfolgte durch Herrn Oberbürgermeister Michael Ebling und das Grußwort erfolgte von Klaus Delorme, Sohn von Karl Delorme.

Es gab zwei Preisträger. Aus den Händen der Landtagsabgeordneten Doris Ahnen erhielt die "Interessengemeinschaft Layenhof" ihre Auszeichung. Die IG Layenhof steht seit über 20 Jahren für die Koordinierung des sozialen und kulturellen Zusammenlebens auf dem ehemaligen US-Stützpunkt in der Nähe zum Flugfeld. Seit Ende 2015 ist auf dem Layenhof sogar auch eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge beheimatet. "Mit ihrem Engagement für die Belange der dort lebenden Bürger, Kinder- und Jugendarbeit,der Integration von ausländischen Mitbürgern und Menschen mit Behinderungen sei die IG Layenhof ein dauerndes Erfolgsbeispiel sozialer Integration, so Doris Ahnen. Mehr Infos zum Preisträger unter www.ig-layenhof.de .

Der zweite Preisträger wurde von dem Landtagsabgeordneten Johannes Klomann gewürdigt. Die Auszeichnung ging an das junge Team von "Medinetz". Das Netzwerk wurde 2006 gegründet und macht es sich zur Aufgabe, Menschen ohne Papiere eine bessere medizinische Versorgung zu ermöglichen und gleichzeitig in der Öffentlichkeit auf das Thema "Menschen in der Illegalität" aufmerksam zu machen. Besonders aus der Angst heraus entdeckt zu werden vermieden viele Menschen den Gang zum Arzt, so Johannes Klomann. Bei Medinetz finden bedürftige Menschen im Rahmen einer Vermittlung an über 30 ehrenamtliche Ärzte anonym Hilfe. Eva-Maria Arndt nahm stellvertretend den Preis entgegen, betonte jedoch, dass sie sich vielmehr wünsche, dass es diese ehrenamtliche Arbeit gar nicht mehr geben müsse. Mehr Infos zum Preisträger unter www.medinetzmainz.de

Zum Schluss stellten sich alle Geehrten zusammen mit den Laudatoren sowie dem Sohn des Namensgebers der Auszeichnung, Klaus Delorme, zu einem Gruppenbild auf.

Nun soll es alle zwei Jahre eine solche Ehrung zur Würdigung des verdienstvollen Karl Delorme geben, und zwar immer rund um den 12. März, seinem Todestag.

Hier geht es zu den Infos: Karl-Delorme-Preis 2016